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Technik & Werkzeuge

Baukasten, Framer, WordPress oder eigener Code: welcher Weg passt zu Ihrer Website?

Baukasten, Framer, WordPress oder eigener Code: woran Sie erkennen, welcher Weg zu Ihnen passt, mit Vergleichstabelle zu Pflege, Grenzen und Kosten.

Veröffentlicht
7. Oktober 2026
Lesezeit
5 Minuten
Autor
Enver Eser
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Wer eine Website plant, hört schnell vier Namen: Baukasten, Framer, WordPress und „individuell programmiert“. Jeder Anbieter empfiehlt dabei meist das, was er selbst baut. Das ist verständlich, hilft Ihnen aber wenig.

Ich baue Websites auf zwei dieser Wege: in Framer und im Wemodo Web System, also mit eigenem Code. WordPress und Baukästen baue ich nicht. Gerade deshalb beschreibe ich beide hier so, wie sie sind. Für viele Betriebe sind sie die richtige Antwort.

Welche Fragen entscheiden über den richtigen Weg?

Über den Weg entscheiden fast immer dieselben vier Fragen. Das Werkzeug ergibt sich aus den Antworten.

  1. Wer pflegt die Seite nach dem Livegang? Sie selbst, jemand im Betrieb oder ein Dienstleister?
  2. Muss die Seite mehr können als informieren und Anfragen annehmen, etwa Kundenkonten, Buchungen mit eigener Logik oder eine Anbindung an Ihre Software?
  3. Wie viel Zeit wollen Sie selbst investieren, beim Aufbau und danach?
  4. Was passiert in zwei oder drei Jahren? Bleibt es ein Auftritt mit wenigen Seiten, oder wächst daraus etwas?

Wer bei Frage 1 „ich selbst“ und bei Frage 2 „nein“ antwortet, braucht keinen eigenen Code. Wer bei Frage 2 „ja“ sagt, kommt mit einem Baukasten früher oder später an eine Grenze.

Was ist ein Website-Baukasten, und wann reicht er?

Ein Website-Baukasten ist ein Mietdienst, bei dem Sie Ihre Seite im Browser aus Vorlagen und Bausteinen zusammenstellen. Hosting, Sicherheit und Updates übernimmt der Anbieter. Bekannte Beispiele sind Wix, Jimdo und Squarespace.

Ein Baukasten reicht, wenn Sie die Seite selbst bauen und pflegen wollen und Ihr Angebot auf wenige Seiten passt. Ein Café, eine Ferienwohnung oder ein Betrieb, der vor allem Öffnungszeiten und Telefonnummer zeigen will, ist dort gut aufgehoben. Die Kosten sind planbar, und Sie sind von niemandem abhängig.

Die Grenze liegt beim Gestaltungsspielraum und bei den Funktionen: Sie arbeiten mit dem, was der Anbieter vorsieht. Dazu kommt die Zeit. Ein Baukasten nimmt Ihnen die Technik ab, aber nicht die Arbeit an Struktur, Texten und Fotos. Die bleibt bei Ihnen.

Ist Framer ein Baukasten?

Framer ist ein Design- und Entwicklungswerkzeug, in dem Layout, Schrift und Bewegung frei gestaltet werden. Es wird oft mit Baukästen in einen Topf geworfen, weil es ebenfalls im Browser läuft und das Hosting mitbringt. Der Unterschied: Eine Framer-Seite entsteht als eigener Entwurf, nicht aus einem Vorlagenkatalog.

Framer passt, wenn ein eigener Auftritt zügig stehen soll und Sie Texte und Bilder danach selbst im Editor ändern wollen. CMS, Formulare und Analytics sind eingebaut. Bei Wemodo dauert ein Framer-Projekt meist zwei bis vier Wochen.

Die Grenze ist Framers Funktionsumfang. Für Login-Bereiche, eigene Datenbanken oder Anwendungen reicht es nicht, und daran ändert auch mehr Budget nichts. Dazu kommt eine laufende Lizenz, die Framer pro Seite und Monat abrechnet.

Ein Beispiel ist Edel & Felsen, ein Handwerks- und Baubetrieb aus Hanau. Die Seite ist in Framer gebaut und läuft dort. Sie zeigt sieben Referenzprojekte auf eigenen Seiten, darunter die Europäische Zentralbank und das Museum Angewandte Kunst.

Framer-Webdesign bei Wemodo Wofür Framer gut ist und wo es aufhört.

Wann ist WordPress die richtige Wahl?

WordPress ist ein weit verbreitetes, quelloffenes Redaktionssystem, das Sie bei einem Hoster Ihrer Wahl betreiben. Seine Stärke sind Seiten mit vielen Beiträgen und mehreren Autoren, etwa ein Verein, ein Magazin oder ein Betrieb mit eigener Redaktion. Für fast jede Funktion gibt es eine Erweiterung, ein sogenanntes Plugin.

Genau darin liegt der Aufwand. Kern, Theme und Plugins brauchen regelmäßige Updates, und ihr Zusammenspiel will geprüft sein. Wer WordPress wählt, sollte jemanden haben, der sich darum kümmert. Ich biete WordPress nicht an. Wenn es für Ihr Vorhaben das Passende ist, sage ich Ihnen das trotzdem.

Was bedeutet „eigener Code“ bei einer Website?

Eigener Code heißt: Die Seite wird programmiert, statt in einer Oberfläche zusammengestellt. Bei Wemodo heißt das Wemodo Web System. Gebaut wird mit SvelteKit und TypeScript, ausgeliefert über Cloudflare. Das ist verbreitete, dokumentierte Technik, mit der auch andere Entwickler arbeiten können.

Eigener Code lohnt sich, wenn absehbar ist, dass eine reine Website nicht das Ende bleibt. Kundenportal, Login, Schnittstellen zu Ihren Systemen oder viele Ortsseiten mit eigener Struktur lassen sich dort anbauen, ohne neu anzufangen. Ein Lizenz-Abo fällt nicht an, nur der Betrieb.

Der Preis dafür: Der Aufbau dauert länger, bei Wemodo meist vier bis acht Wochen. Und Änderungen an der Struktur, also neue Seitentypen oder Funktionen, laufen über mich statt über eine Oberfläche, die Sie selbst bedienen. Texte und Bilder pflegen lässt sich trotzdem einrichten.

Auf diesem Weg laufen Schrott Ulm, Finanzberatung Abeska, Ahmet's Fahrservice und Yolcu Gebäudereinigung. Schrott Ulm zeigt, warum: Der Betrieb sitzt in Burgau, gesucht wird er in Ulm und Umgebung. Die Seite hat 29 Ortsseiten, jede mit eigenem Text. Eine solche Struktur sauber zu pflegen, ist im eigenen Code einfacher als in einem Editor.

Fallbeispiel Schrott Ulm 29 Ortsseiten mit eigenem Text, echte Fotos statt Stockbilder.

Die vier Wege im Vergleich

Baukasten, Framer, WordPress und eigener Code
MerkmalBaukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)FramerWordPressEigener Code (Wemodo Web System)
Dauer bis zum LivegangHängt an Ihrer eigenen ZeitBei Wemodo meist 2–4 WochenJe nach Umfang und DienstleisterBei Wemodo meist 4–8 Wochen
Selbst pflegenJa, allesTexte und Bilder im EditorJa, im RedaktionssystemTexte und Bilder je nach Einrichtung, Struktur über den Entwickler
GrenzenFunktionen und Gestaltung des AnbietersKein Login, keine eigene Datenbank, keine AnwendungWartung von Plugins und UpdatesAufwendiger im Aufbau
Laufende Kosten (Art)Abo beim AnbieterFramer-Lizenz pro Seite und MonatHosting, oft Plugin-Lizenzen, WartungKein Lizenz-Abo, nur Betrieb
Späterer WechselTexte und Bilder ziehen um, das Design bleibt beim AnbieterTexte und Bilder ziehen um, die Seite wird neu gebautHoster frei wählbarCode, Inhalte und Domain bleiben bei Ihnen

Stand: Oktober 2026. Funktionen und Preismodelle der Anbieter ändern sich. Die aktuellen Konditionen nennt jeder Anbieter auf seiner eigenen Seite.

Was gilt für alle Wege gleichermaßen?

Die Domain sollte von Anfang an auf Ihren Namen laufen, egal welcher Weg. Dann ist ein späterer Wechsel Arbeit, aber keine Sackgasse. Wer die Domain beim Dienstleister liegen lässt, macht jeden Umzug schwerer als nötig.

Und: Kein Werkzeug entscheidet für sich über die Platzierung bei Google. Ladezeit und saubere Technik sind die Voraussetzung. Ob eine Seite gefunden wird, hängt danach an Struktur, Inhalt und Ortsbezug. Ein Baukasten mit guten Texten schlägt eine programmierte Seite mit leeren Floskeln.

Wie entscheide ich mit Ihnen?

Im Erstgespräch sehe ich mir Ihren jetzigen Auftritt an und frage nach Pflege, Funktionen und Plänen. Daraus ergibt sich der Weg. Für einen Auftritt mit fünf Seiten, den Sie selbst pflegen wollen, rate ich zu Framer, auch wenn das eigene System für mich der größere Auftrag wäre. Und wenn ein Baukasten reicht, sage ich Ihnen auch das.

Das Wemodo Web System Für Websites, die mitwachsen oder mehr können müssen.

Quellen

Veröffentlicht am von Enver Eser. Themenfeld: Technik & Werkzeuge.

Fragen, die dazu oft kommen.

Mehr dazu, wie ich das für Betriebe umsetze:

Das Wemodo Web System
Kann ich von einem Baukasten später zu Framer oder eigenem Code wechseln?

Ja. Texte, Bilder und die Domain ziehen mit, die Gestaltung wird neu gebaut. Damit bestehende Platzierungen bei Google erhalten bleiben, werden alte Adressen per 301-Weiterleitung auf die neuen umgeleitet. Voraussetzung ist, dass die Domain auf Ihren Namen läuft.

Ist eine programmierte Website automatisch besser bei Google?

Nein. Gute Technik ist die Voraussetzung, aber über die Platzierung entscheiden danach Struktur, Inhalt und Ortsbezug. Eigener Code hilft vor allem dann, wenn die Seite viele gleichartige Seiten braucht, etwa Ortsseiten, oder wenn sie Funktionen braucht, die ein Editor nicht hergibt.

Warum baut Wemodo kein WordPress?

Weil bei WordPress ein großer Teil des Aufwands in die Pflege von Plugins und Updates geht. Für die Projekte, die ich betreue, ist eigener Code auf schmaler Grundlage der wartungsärmere Weg, und Framer deckt die Fälle ab, in denen Sie selbst pflegen wollen. Für Seiten mit vielen Autoren ist WordPress trotzdem eine solide Wahl.

Welcher Weg ist der günstigste?

In der Anschaffung meist der Baukasten, weil Sie selbst bauen. Dafür zahlen Sie mit eigener Zeit und einem laufenden Abo. Bei Framer kommt eine Lizenz dazu, beim eigenen Code ein höherer Aufbauaufwand ohne Lizenz. Was über mehrere Jahre günstiger ist, hängt an Umfang und Pflegeaufwand.

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An Enver Eser Wemodo · Burgau

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